Menü

Header image

Programm 2026 - 2031

Liebe KaufungerInnen,

Gemeinsam geht’s!
bei den Hessischen Kommunalwahlen am 15. März 2026 kommt es auf Ihre Stimme an!
Wir Kaufunger GRÜNE wollen weiterhin Verantwortung für unsere Gemeinde übernehmen und sie
an verantwortlicher Stelle mitgestalten.


In den letzten Jahren haben wir uns im Gemeindeparlament dafür eingesetzt, eine nachhaltige,
lebenswerte, weltoffene und gerechte Gemeinde zu gestalten.
Diesen Weg wollen wir fortsetzen. Unser Lebensumfeld verändert sich rasant und den damit
verbundenen Wandel wollen wir im Einklang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen sozial
gerecht und wirtschaftlich nachhaltig gestalten


Wir laden Sie ein, unser Angebot einer grünen Politik näher kennenzulernen. Hier mit diesem
Kommunalwahlprogramm, online unter www.gruene-lossetal.de/kommunalwahl2026 und ganz
persönlich bei Veranstaltungen oder an unserem Wahlkampfstand.


Dafür stehen wir: Für eine nachhaltige, zukunftsorientierte und solidarische Kunigundengemeinde
Kaufungen für alle!

unser Flyer zum download

 

Grünes Kaufungen – Förderung der Biodiversität

Biodiversität, die Vielfalt von Arten und Ökosystemen, ist die Lebensgrundlage der Menschheit. Blühflächen, Wildwiesen, Bäume und Büsche bilden somit nicht nur das Zuhause und die Nahrung von Insekten, Vögeln und anderen Tieren, sondern sie tragen erheblich zu Wohlbefinden, Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Und das ist noch nicht alles: Grüne Flächen binden CO2 und leisten Klimaschutz vor Ort, sie kühlen das Ortsklima und bieten Schutz vor Hitze. Sie leisten durch bessere Wasserspeicherung auch einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Überschwemmungen - und das ist nur ein kleiner Teil der vielen Vorteile. 
Wir wollen die Vorbildfunktion der Kommune stärken und uns dafür einsetzen, dass öffentliche Flächen naturnah und artenfreundlich bewirtschaftet und gestaltet werden:

  • die Umwandlung von geeigneten Rasenflächen in Blüh- und Wildwiesen, um Artenvielfalt und Insektenschutz dauerhaft zu stärken. 
  • naturnahe Grünpflege nach dem Prinzip „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“, mit deutlich reduzierter Mahd und ohne unnötige Eingriffe 
  • eine Weiterentwicklung des bestehenden Pflegekonzeptes für kommunale Grünflächen, das Artenschutz, Bodenqualität und Klimaanpassung berücksichtigt 
  • den Schutz des vorhandenen Baumbestands 
  • Regelmäßige Schulungen und Fortbildungen für Bauhof- und Grünpflegepersonal zu biodiversitätsfreundlicher Pflege 
  • Reduktion von Maschinen-, Lärm- und Chemieeinsatz bei der Grünpflege zugunsten ökologischer Verfahren 
  • Fortsetzung des Wettbewerbs „Vorgarten mit Zukunft“, um Bürger*innen dazu zu motivieren Vorgärten naturnah zu gestalten.
  • Bewerbung für die Teilnahme an dem Projekt N.A.T.U.R (Nachhaltiger Artenschutz durch Theorie und Umsetzung im besiedelten Raum) des Bundesamtes für Naturschutz: Ziel des Projektes die biologische Vielfalt in Städten und Gemeinden und die Stärkung und Verbreitung eines ökologischen, naturnahen Grünflächenmanagements in den Kommunen deutschlandweit zu fördern. 
  • Förderung der Neupflanzung von Obst- und Walnussbäumen: Alle Bürger*innen die einen Obst- oder Walnussbaum neu pflanzen, können einen Zuschuss beantragen. Wir setzen uns für einen entsprechenden Fördertopf ein. 

 

Hochwasserschutz – bevor uns das Wasser bis zum Hals steht!

Um das malerische Gebiet rund um die Losse und dessen historische Bauten zu wahren sowie den generellen Hochwasserschutz in Kaufungen zu fördern, fordern wir die Prüfung und Umsetzung weiterer dezentraler Möglichkeiten des Hochwasserschutzes in Kaufungen. Hochwasserschutz geht uns alle an und ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Um das Ausmaß und die Folgen eines Hochwassers abzumildern, müssen bereits im Vorfeld präventive, dezentrale Maßnahmen auf der gesamten Fläche eines Flusssystems getroffen werden. Die Möglichkeiten hierfür sind vielfältig und auch umsetzbar, z.B. Begrünung von Flachdächern, wasserdurchlässige Pflasterbeläge, Agroforstwirtschaft, Retentionsmulden im Wald, Wiederherstellung von natürlichen Flussauen und Unterstützung der Regenwasserspeicherung auf privaten Grundstücken. 

 

Müllentsorgung – das geht besser!

Wir fordern den Ausbau der öffentlichen Müllentsorgungsmöglichkeiten an strategisch sinnvoll platzierten Standorten. Die Zahl der öffentlichen Müllbehälter in Kaufungen sollte erhöht werden, auch im Hinblick auf die Entsorgung von Hundekotbeuteln. Wir wollen bei der Wahl der Standorte alle beteiligen und ein Projekt „Wo fehlen Mülleimer?“ starten. Außerdem möchten wir uns dafür einsetzen, dass vor der Bearbeitung von Grünstrukturen (Heckenschnitt) eine wirksame Müllsammlung stattfindet (Vermeidung von Mikroplastik durch das Zerschreddern von Müll in Hecken und Gebüsch). Auch sollten wiederkehrende Müllsammelaktionen zur Verbesserung des Ortsbildes stattfinden. Des Weiteren möchten wir die Standorte der Glascontainer am Setzebach und Ecke Schoppenbergweg/Unterer Struthweg umorganisieren, damit diese nicht mehr in der Nähe von Naturräumen positioniert sind und die Verteilung von Glasscherben in Böden und Gewässern vermieden wird. 

 

Klimaschutz und Klimaanpassung vor Ort – wir bleiben dran!

Ein großer Erfolg ist die Verstetigung des Klimaschutzmanagements, welches für alle Bürger*innen zentral erreichbar ist. Die erfolgreiche Arbeit des Klimaschutzmanagements werden wir weiter unterstützen. 
Das Klimaschutzkonzept wollen wir weiter umsetzen. Neben dem Landschafts- und Artenschutz gehören dazu neue Konzepte für die innerörtliche Mobilität, insbesondere die Förderung eines sicheren und barrierefreien Rad- und Fußverkehrs und die Verknüpfung mit dem gut ausgebauten ÖPNV – Netz durch sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an den Haltepunkten der Straßenbahn. Für einen wirksamen Klimaschutz wollen wir auch prüfen, welche gemeindlichen Gebäude zusätzlich für die Gewinnung von Solarenergie genutzt werden können und die energetische Sanierung der Gebäude weiter vorantreiben. Haltestellen mit Klimaschutzfunktionen: Wir wollen Gespräche mit der KVG aufnehmen, um neue Ideen der Umgestaltung der Haltestellen und Wartehäuschen zu entwickeln. Denkbar wäre bspw. die Bepflanzung der Dächer oder die Bestückung der Haltestellen mit Solarzellen. Wir setzen weiter uns für eine konsequente Nutzung der bestehenden Förderprogramme zur Energieeinsparung ein. Das schont den Geldbeutel der Gemeinde und der Bürger*innen!
Seit Mitte 2025 ist zusätzlich die geförderte Stelle eines Klimaanpassungsmanagements besetzt. Auch in Kaufungen sind die Folgen des Klimawandels bereits spürbar geworden, Starkregenereignisse und Hitze nehmen zu und erfordern vielfältige Anpassungsmaßnahmen. Diese wichtige Personalstelle wollen wir nach Ablauf der Förderperiode daher verstetigen.

 

Mobilität – sicher und gerecht gestalten!

Jeder Mensch hat das Recht auf Mobilität. Sie ermöglicht Freiheit und Teilhabe und gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie muss sich an den menschlichen Bedürfnissen orientieren, barrierefrei gestaltet sein und möglichst wenig CO2 ausstoßen. Auch für Kaufungen galt nach dem zweiten Weltkrieg der Planungsansatz autozentrierte Stadt.  Insbesondere die Leipziger Straße schlug eine breite Schneise durch den Ort. In den letzten Jahrzehnten ist die Ortsdurchfahrt teilweise zurückgebaut worden und hat Räume für nichtmotorisierten Verkehr geschaffen. Die Entwicklung ist aus unserer Sicht noch ausbaufähig. So werden wir uns beim Landkreis dafür einsetzen: 

  • Die neuen Möglichkeiten zur Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 insbesondere im Bereich von Schulwegen und Kindergärten auszuschöpfen 
  • Wir fordern Zebrastreifen am Kreisverkehr, Höhe Feuerwehr und an der Lossebrücke, Höhe Jakobstraße. 

Kaufungen hat, behindert durch die Coronazeit, im Rahmen des Verkehrskonzeptes 2030, mit Bürgerbeteiligung ein Fuß- und Radverkehrskonzept erstellt, das Defizite unserer Infrastruktur aufzeigt und Ideen für eine Weiterentwicklung unserer Verkehrswege enthält. Wir möchten:

  • Wo nötig, unsere Bürgersteige so überarbeiten, dass sie barrierefrei und gefahrlos benutzt werden können. Eine Begegnung beispielsweise mit Kinderwägen und Rollstühlen muss möglich sein. 
  • Mehr verkehrsberuhigte Bereiche in den alten Ortskernen, sowie Bereiche um die Kirche in Niederkaufungen und um das Stiftsareal 
  • Eine „Fahrrad-Pendler*innentrasse“ Kassel – Kaufungen – Helsa 
  • Die Möglichkeit von Verkehrsversuchen nutzen, um Konfliktpunkte zu entschärfen und die Bürger*innen bei der Planung aktiv einzubeziehen. 

 

A44 – Weiterbau verhindern 

Der Bau der A44 ist eine ökologische Katastrophe. Wir Grüne lehnen die derzeitige Planung des Teilstücks Kaufungen/Helsa ab. Wir sind uns bewusst, dass nur andere politische Mehrheiten auf Bundesebene diesen Wahnsinn beenden können, bevor der erste Baum im Stiftswald fällt. Für uns Grüne bedeutet das, dass wir die Planungen für eine Autobahn, die wir ablehnen, trotzdem kritisch begleiten müssen, um die Risiken für Menschen, Tiere und Pflanzen so gering wie möglich zu halten. 
Aktuelle Überlegungen zur vertieften Prüfung einer veränderten Trassenführung über die B7 würden unser Trinkwasser schützen, erfordern aber zwingend eine Einhausung zum Lärmschutz. Die Einhausung könnte als Grünbrücke und zur Energiegewinnung dienen.

 

Solidarische und lebendige Gemeinde

Kaufungen ist eine kinder- und familienfreundliche Gemeinde mit einem breiten Angebot für alle Generationen. Wir Grüne setzen uns für die Sicherung und die fortlaufende bedarfsgerechte Weiterentwicklung der sozialen Angebote und Einrichtungen in unserer Gemeinde auf Grundlage der Fortschreibung des Sozialplans ein.

Wohnen muss in unserer Gemeinde für Singles und Familien aller Generationen bezahlbar bleiben. Bei der Ausweisung neuer Wohngebiete ist daher ein bedarfsgerechter Anteil an Sozialwohnungen zu berücksichtigen.

Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen wohnen und leben in Kaufungen inklusiv zusammen.  Dennoch gibt es, nicht nur bauliche Barrieren, die Menschen ohne Beeinträchtigungen oft gar nicht bewusst sind. Wir Grünen wollen dafür sorgen, dass in allen gemeindlichen Angelegenheiten der Abbau von Barrieren berücksichtigt wird, um Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhabe am gemeindlichen Leben zu erleichtern. 

Kaufungen ist eine lebendige Gemeinde mit viel ehrenamtlichem Engagement in Vereinen, freiwilliger Feuerwehr, Kirchengemeinden und vielen weiteren Initiativen. Wir freuen uns, dass es gelungen ist eine Koordinationsstelle „Engagiert in Kaufungen!“ zu schaffen und werden deren Arbeit weiterhin unterstützen. 
Wir Grüne setzen uns für die weitere Förderung dieses breiten Engagements und der Unterstützung des Ehrenamtes ein. Moderne Sportstätten, Räume für das lebendige Vereinsleben und die aktive Unterstützung neuer Initiativen sind unverzichtbare Grundlagen ein lebendiges Kaufungen.

Ein moderner Brand- und Katastrophenschutz hat aufgrund der Klimafolgen und externer Bedrohungslagen ein neues Gewicht in der kommunalen Daseinsvorsorge bekommen und muss daher verstärkte Aufmerksamkeit bekommen.

Kultur ist kein „nice to have“, sondern Lebens- und Gemeinschaftselixier! Sie stiftet schöne gemeinsame Erlebnisse, fördert Miteinander und Zusammenhalt – gerade in herausfordernden Zeiten. Wir Grüne setzen uns für die Förderung des vielfältigen kulturellen Lebens in Kaufungen ein. Die baulich-konzeptionelle Modernisierung des Regionalmuseums zu einem attraktiven, identitätsstiftenden Museumsstandort und soziokulturellen Ort der Begegnung ist für uns ein wichtiges Zukunftsprojekt. Events wie das Heimatfest, die Stiftsweihnacht und der beliebte Feierabendmarkt sollen wichtige Bestandteile des soziokulturellen Lebens bleiben!

 

Bildung und Beteiligung

Das Bildungs- und Betreuungsangebot in Kaufungen ist vorbildlich für den Landkreis Kassel und weit darüber hinaus. Wir Grüne unterstützen den Neubau der Grundschule Niederkaufungen mit modernen, barrierefreien Räumlichkeiten für ein hochwertiges, ganztägiges Bildungs- und Betreuungsangebot. Grundstück und Gebäude der alten Grundschule Niederkaufungen sind städtebaulich von zentraler Bedeutung für unseren Ort. Wir Grüne setzen uns dafür ein, dass dieser Aspekt bei der Nachnutzung der Immobilie, die dem Landkreis Kassel gehört, besonders berücksichtigt wird. 

In der Kaufunger Bildungslandschaft wollen wir das Thema “Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ und Demokratiebildung stärken. Wir wollen, dass BNE und Demokratiebildung in den Kitakonzeptionen, in den Ganztagsangeboten der Schulen, der Jugendarbeit, der Bildungsarbeit des Regionalmuseums und der Gemeindebüchereien mit Bücherkisten, Ausstellungen, Lesungen, Filmreihen und Informationsveranstaltungen für alle Generationen in Zukunft einen wichtigen Stellenwert haben und eine eigene Rubrik auf der Internetseite der Gemeinde bekommen. Wir Grüne setzen weiter auf die hauptamtliche Betreuung des Kinder- und Jugendforums als wichtiger Teil der Demokratiebildung und eine gut aufgestellte Jugendarbeit. Für eine Politik, die die Belange der jungen Generation umfassend berücksichtigt, setzen wir Grüne uns auf Landesebene dafür ein, das Wahlalter für die Kommunalwahlen auf 16 Jahre herabzusetzen. 

Die Musikschulangebote und Angebote der Volkshochschule Region Kassel sind ein wichtiger Teil der Kaufunger Bildungslandschaft, für deren Erhalt und bedarfsgerechten Ausbau wir uns weiter einsetzen werden. 

 

Lebendige Ortskerne

Die alten Ortskerne prägen das besondere Gesicht von Kaufungen und tragen viel zur Lebensqualität in Kaufungen bei. Wir Grüne fordern, dass die Chancen, die sich mit der Aufnahme in die Städtebauförderprogramme „Lebendige Zentren“ und „Dorferneuerung“ für unsere Gemeinde bieten, in den nächsten Jahren weiter konsequent umgesetzt werden. Wir setzen uns für eine Altdorfsanierung ein, die das Gemeinwesen fördert, Barrierefreiheit herstellt und modernen energetischen Anforderungen entspricht.

Die Postagenturen leisten einen mittelbaren Beitrag zur Ortskernbelebung und bieten einen wichtigen Bürger*innenservice im Ort. Wir setzen uns bei weiterhin großer Nachfrage für den Erhalt der Postagenturen ein. 


Das liebe Geld

Für uns Grüne ist klar: Engere Haushalte dürfen nicht zu Kahlschlag bei der öffentlichen Daseinsfürsorge vor Ort führen und zu Kürzungen bei elementaren Bereichen des gemeindlichen Lebens. Kaufungen muss sich auch weiterhin solide und zukunftsfähig aufstellen. Dazu gehört u.a. die konsequente Nutzung von Förderprogrammen von Bund, Land und Regionalentwicklung.
Darüber hinaus ist die Interkommunale Zusammenarbeit ein sinnvoller Weg, für den wir uns auch zukünftig weiter einsetzen werden. Kosten werden gesenkt und Prozesse effektiver. Erfolgreich umgesetzte Beispiele sind: Zweckverband Raum Kassel, Feuerwehr, gemeinsamer Ordnungsbehördenbezirk, Fördermittelmanagement, Standesamt, Zweckverband Abwasser und Sozialstation.  Systemrelevante Bereiche wie: Trinkwasser, Strom, Abwasser und die gemeindeeigene Wohnungswirtschaft sind öffentliche Güter. Ihre Privatisierung lehnen wir grundsätzlich ab.
Wir Grüne setzen uns auch auf Bundes- und Landesebene weiterhin für eine bedarfsgerechte Finanzierung kommunaler Aufgaben ein. 

 

GRUENE.DE News

Neues